Parodontologie

Parodontitis: Ursachen, Therapie und Vorbeugung bei bakteriellen Entzündung des Zahnhalteapparates

Die Parodontitis ist eine durch Bakterien verursachte Entzündung des Zahnhalteapparates. Schreitet diese Erkrankung fort, dann ist langfristig mit der dauerhaften Schädigung des Zahnhalteapparates (bestehend aus Zahnfleisch, Wurzelhaut und dem umgebenden Knochen) zu rechnen. Für Patienten, die Probleme mit ihrem Zahnhalteapparat haben, ist es wichtig, dass die Ursachen der Parodontitis erkannt werden. Hier wird die Parodontologie für eine wirksame Parodontitis Therapie eingesetzt und es werden zusätzliche Maßnahmen der Vorbeugung ergriffen. Die Parodontologie nutzt alle modernen Möglichkeiten, um den Patienten die Funktionsfähigkeit des Zahnhalteapparats langfristig zu sichern.

Ursachen der bakteriellen Entzündung des Zahnhalteapparates

Ursachen für die Entzündung zwischen den Zähnen am Zahnfleisch und im Kieferbereich ist ein Befall des Zahnhalteapparats mit Bakterien. Am Anfang steht eine Zahnfleischentzündung, die aber häufig nicht vom Patienten bemerkt wird. Zahnfleischbluten oder geschwollenes Zahnfleisch können Hinweise geben. Man sollte dann zum Zahnarzt seines Vertrauens gehen, der weitere Untersuchungen und auch eine Parodontitis Therapie in Gang setzen kann. Die Zahnfleischentzündung wird aber auch oft übersehen bzw. als irrelevant eingeschätzt, womit ein Prozess weiter verstärkt wird, der zu ersten gelegentlichen Zahnschmerzen, Zahnverlust oder zu einer Entzündung des Kieferknochens führen kann.

Vorbeugung: Gute Zahnreinigung und regelmäßige Zahnkontrolle

Es gibt in der Mundhöhle immer hunderte von Bakterienarten, die aber normalerweise harmlos sind. Erst wenn die Menge der Bakterien einen individuell unterschiedlichen Schwellenwert deutlich überschreitet, kann der Prozess von der Zahnfleischentzündung bis zur Parodontitis voranschreiten. Gründe für die Überschreitung des Schwellenwertes können in unzureichender oder fehlerhafter Zahnpflege gesucht werden. Viele Patienten vermeiden es, die Zahnzwischenräume gründlich zu reinigen; dazu könnte man Zahnseide, spezielle Reinigungshilfsmittel aus der Drogerie oder antibakteriell wirksames Mundwasser einsetzen.

Die Bakterien setzen sich sehr gerne auf Zahnbelägen fest. Diese Plaque kann sich zum Zahnstein verfestigen. Es ist daher kein Fehler, wenn man regelmäßig (unter Umständen auch mehrfach im Jahr) Plaque und Zahnstein entfernen lässt.

Parodontitis Therapie beim fortgeschrittenen Krankheitsverlauf

Da sich die Bakterien im Zahnfleischbelag festgesetzt haben, muss dieser Belag systematisch durch eine wirksame parodontologische Therapie entfernt werden. Bei schweren Verlaufsformen sind ergänzende zahnchirurgische Maßnahmen angezeigt (z.B. eine Gingivektomie oder Gingivoplastik). Regelmäßig muss geprüft werden, ob neuer Belag entstanden ist. Durch effektive Zahnpflege (wie oben beschrieben) kann das Wiederaufleben der Entzündung des Zahnhalteapparates unterbunden werden. Bei der Therapie werden an mehreren Terminen innerhalb eines kürzeren Zeitraums zunächst die bakteriellen Beläge entfernt. Anschließend wird eine Fluoridierung und Politur von Zahnoberflächen vorgenommen, womit es Bakterien erschwert wird, sich erneut festzusetzen. Die Parodontitis Therapie ist weder langwierig noch schmerzhaft.

Dieser Film zeigt die Entwicklung der Parodontalerkrankung. Diese Ansicht zeigt die Zähne und den Zahnhalteapparat während dem Fortschreiten der Erkrankung. Durch den Knochenabbau und der zusätzlichen Belastung des Kaumechanismuses verlieren die Zähne an Stabilität und können locker werden. Es kann sogar dazu führen, dass Zähne von alleine herausfallen.

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