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Behandlungsgrundsätze

Ziel der Behandlung ist eine vollständige anatomische und funktionelle Rehabilitation. Die Voraussetzungen hierfür sind in den Behandlungszentren gegeben. Die erste Vorstellung im Behandlungszentrum sollte unmittelbar nach der Geburt des Spaltenkindes erfolgen.

Die Therapie beginnt im Säuglings- und Kleinkindesalter und endet bei kompletten Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten erst im Erwachsenenalter. 

Folgende Fachgebiete sind an der Behandlung beteiligt:

  • Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie:
    Die entscheidenden operativen Eingriffe werden im Säuglings- und Kleinkindesalter vorgenommen.
    Später sind gegebenenfalls Korrekturoperationen erforderlich.
  • Kieferorthopädie:
    Bei einer Reihe von Fällen ist eine kieferorthopädische Vorbehandlung notwendig, um optimale Verhältnisse für den operativen Verschluss zu schaffen.
    Die nach dem operativen Verschluss zurückbleibenden Narben hemmen das Wachstum des Oberkiefers je nach Operationsmethode mehr oder weniger. Durch eine kieferorthopädische Behandlung muss im Wachstumsalter dafür Sorge getragen werden, dass der operierte Kiefer und das Gesicht sich trotzdem optimal entwickeln können.
  • Phoniatrie-Pädaudiologie, Logopädie:
    Nach dem Gaumenverschluss sollte die Sprechfunktion normal sein.
    Bei Kindern, die nicht spontan eine normale Sprache erreichen, ist eine Sprachschulung notwendig.
  • Zahnärztliche Prophylaxe und Behandlung:
    Spaltenkinder sind kariesanfälliger als gesunde Kinder. Es sind daher engmaschige zahnärztliche Kontrollen und gegebenenfalls Behandlungen notwendig, damit die Zähne in einem bestmöglichen Zustand erhalten werden und eine optimale Kieferentwicklung möglich ist.
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde:
    Spaltenkinder neigen vermehrt zu Entzündungen der oberen Luftwege; der Tonsillen und des Mittelohrs. Eine hals-nasen-ohrenärztliche Überwachung und gegebenenfalls Behandlung ist daher erforderlich.