Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie

Aphthen sind Erosionen mit einem fest anhaftenden, gelblichen Belag und einer hochroten Randzone.

Ursache unbekannt. Möglicherweise neurovegetative Dysregulationen. Kommt gehäuft familiär vor.

Symptomatik:

Tritt erstmals im 2. Lebensjahrzehnt auf. An umschriebener Stelle bildet sich ein roter Fleck, der über ein kurzes Bläschenstadium in eine Aphthe übergeht. Dabei entsteht ein schmerzhafter Epitheldefekt, der sich mit einem Fibrinbelag bedeckt. Aphthen treten einzeln oder zu mehreren bevorzugt an Lippen und Wangen sowie in den Umschlagsfalten, seltener im Gingivalbereich und am Zungenrücken auf.

Die regionären Lymphknoten können vergrößert sein. Innerhalb einer Woche heilen die Aphthen ohne Narbenbildung ab.

Im weiteren Verlauf treten erneute Schübe auf. Die symptomfreien Intervalle können einige Tage sowie mehrere Wochen, Monate oder Jahre betragen.

Differenzialdiagnose:

Infektionen mit dem Herpes-simpex-Virus. Morbus Behcet.

Therapie:

Eine kausale Behandlung ist nicht möglich. Die Effloreszenzen heilen mit und ohne ärztliche Behandlung innerhalb einer Woche ab.

  • Ut aliquid fiat: Auftragen von Dontisolonpaste oder Volon-A-Haftsalbe.
  • Gegen Schmerzen Auftragen von Mundisal-Gel oder Lutschen von Anästhesin-Pastillen.
Chronisch rezidivierende Aphthen (Sammlung Prof. Straßburg, Düsseldorf)
Chronisch rezidivierende Aphthen (Sammlung Prof. Straßburg, Düsseldorf)