Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie

Akute Strahlenreaktion

Symptomatik:

Rötung und Schwellung der Schleimhaut mit Blutungen – besonders am Zahnfleischrand – und Ablagerung gelblich-fibrinöser Pseudomembranen. Trockene Mundhöhle bei verminderter Speichelsekretion. Gingivo-Stomatitis mit schmerzhaft erschwerter Mundpflege.

Schleimhautschwellungen im Glottis- und Larynxbereich können zu Atembehinderung führen.

Therapie:

  • Vor Beginn einer Strahlenbehandlung sollte prophylaktisch eine Zahnsanierung erfolgen.
  • Während der Bestrahlung sorgfältige Mundpflege durch regelmäßige Zahnpflege und Spülungen mit einem desinfizierenden Mundwasser.

Spätveränderungen nach Bestrahlung

Symptomatik:

Atrophie der Schleimhaut (glatte Zunge) mit Teleangiektasien. Trockenheit des Mundes (Xerostomie).

Bei stärkerer Strahlenschädigung Strahlenulkus ohne erhabenen Rand mit gelbgrauem Geschwürsgrund. Entstehung durch marginale Entzündungsprozesse begünstigt oder auch nach Zahnextraktion.

Differenzialdiagnose:

Geschwulstrezidiv.

Therapie:

Exzision des strahlengeschädigten Bezirks und histologische Untersuchung.

Bei Tumorfreiheit Gewebeersatz durch plastisch-chirurgische Maßnahmen.

Ulkus drei Jahre nach Bestrahlung eines Wangenkarzinoms
Ulkus drei Jahre nach Bestrahlung eines Wangenkarzinoms

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