Sport und Zahnmedizin. Wie passt das denn zusammen?

Die Sport-Zahnmedizin ist ein noch relativ unbekannter Teil der Zahnmedizin. Dabei sind gerade in diesem Bereich in den letzten Jahren einige wissenschaftliche Erkenntnisse ans Licht befördert worden, die jeden Sportler, egal welcher Leistungsklasse, interessieren sollten. Dieser Beitrag soll die Möglichkeiten darstellen, die eine spezialisierte Zahnarztpraxis besitzt, um wissenschaftlich anerkannte Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zum Wohle von Sportlern und Sportlerinnen einzusetzen.

Prävention und Behandlung von Sportverletzungen der Hart- und Weichgewebe im Bereich des Mundes und Gesichtes.

Nicht nur bei Kontaktsportarten (Boxen, Karate etc.) besteht latent die Gefahr der Verletzung der Zähne, des Zahnfleisches, der Kieferknochen und der Kiefergelenke. Auch in anderen Sportarten kann es mit oder ohne Gegnereinwirkung zu schwer-wiegenden Verletzungen im Kopfbereich kommen. Hier kann ein individuell gefertigter und hochwertiger Mundschutz Abhilfe schaffen. Den gibt’s sogar für unterschiedliche Sportarten und auf Wunsch auch in den Vereinsfarben.

Sollte dennoch einmal ein Verletzung im Mundbereich oder an den Kiefergelenken entstehen gibt es mittlerweile klare wissenschaftliche Empfehlungen wie man bei den einzelnen Verletzungen vorgehen sollte um den Schaden so klein als möglich zu halten. Dies erfordert für spezialisierte Zahnärzte Know How auf dem neuesten medizinischen Stand und Zusammenarbeit mit weiteren Fachärzten.

Zahn- und Mundgesundheit bei Sportlerinnen und Sportlern

Jeder Sportler profitiert von einem gesunden Körper. Mundgesundheit ist dabei besonders wichtig. Z. B. können nicht durchgebrochene Weisheitszähne (verlagerte retinierte Zähne) das Frakturrisiko des Unterkiefers deutlich steigern. Chronische Entzündungen im Mund verschlechtern den Allgemeinzustand und treten oft in der Wettkampfphase auf, wenn der Sportler sowieso schon unter erheblichem Stress steht.

Die meisten Erkrankungen im Mundbereich (Zahnfleischentzündungen, Zahnbetterkrankungen, krankhafte Veränderungen des Knochens, Karies etc.) bereiten keine Schmerzen und werden deshalb erst spät entdeckt. Durch spezielle diagnostische Methoden können diese Probleme erkannt und im Anfangsstadium behandelt werden. Z. B. kann man Karies im Anfangsstadium ohne zu Bohren (Kariesbehandlung ohne Bohren) beseitigen oder mit speziellen Enzym- und Speicheltests Erkrankungen erkennen, bevor sie ausbrechen und im Mund oder im ganzen Körper Schaden anrichten können.

Wussten Sie, dass der ständige Verzehr von Sportgetränken und Sportlerriegeln eine veränderte Mundhygiene notwendig macht? Wussten Sie, dass Schwimmerinnen und Schwimmer aufgrund des Chlorgehaltes des Wassers zu säurebedingten Zahnschäden neigen?

Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit durch Spezialaufbissschienen

Unbestritten ist mittlerweile die wissenschaftliche Erkenntnis, dass eine Veränderung der Unterkieferposition eine Veränderung der gesamten Körperhaltung zur Folge haben kann. Die Natur hat die Wirbelsäule und die Kaumuskulatur durch Nervenverbindungen und Muskelketten aneinandergekoppelt. Über eine Spezialaufbissschiene, die individuell für jeden Sportler hergestellt werden kann, wird nun diese Kopplung unterbrochen und quasi neu gestartet. Damit können fehlbelastete oder überforderte Muskeln regenerieren und ihr volles Potential abrufen. Voraussetzung für diese leistungssteigernde Prozedur ist ein interdisziplinäres Team mit einem spezialisierten Zahnmediziner an der Spitze.

Ein zahnärztlicher Gesundheitscheck für Sportler beinhaltet z. B.:

  • Früherkennung des Risikos kardiovaskulärer Erkrankungen
  • Untersuchung auf Gingivitis (Zahnfleischentzündung)
  • Parodontitisscreening
  • Kariesdiagnostik
  • Restaurationscheck
  • Zahnbelagdetektion
  • Untersuchung auf Knirsch- und Pressgewohnheiten etc.
  • Mundschleimhautuntersuchung (Krebsfrüherkennung)
  • Sensibilitätstestung aller Zähne
  • Neurologisches Screening
  • Orthopädisches Screening
  • Muskelscanning
  • Untersuchung der Kiefergelenke
  • Untersuchung der Kopf- und Gesichtsmuskulatur
  • Bissanalyse
  • Triggerpunktdiagnostik
  • Aurikulodiagnostik
  • Kinesiologische Tests
  • Elektronische Kaueffizienzanalyse
  • Ernährungsanalyse

Die zahnmedizinische Betreuung von Sportlern lässt heutzutage nahezu keine Wünsche mehr offen. Minimalinvasiv und  interdisziplinär können Probleme behoben werden und prophylaktisch drohende Probleme im Keim erstickt werden. Damit Sport das leisten kann wofür er betrieben wird. Zur Freude, zur Erhaltung oder Wiedererlangen der Gesundheit und zur Leistungssteigerung.

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